VCR01/VCR02

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VCR01/VCR02 werden die zwei w:Antikörper genannt, die im Blut von HIV-Positiven gefunden wurden, bei denen trotz Nichtbehandlung auch lange nach der w:Inkubationszeit von 10 Jahren die Krankheit AIDS nicht ausbrach. Diese Personen werden auch Langzeitüberlebende genannt. Die Langzeitüberlebenden scheinen in gewisser Hinsicht immun gegenüber dem w:Retrovirus HIV zu sein.

Die VCR01/VCR02 Antikörper wurden erst in jüngster Zeit entdeckt und deren Wirkmechanismus erforscht. Die ersten Forschungsergebnisse weisen darauf hin, daß diese Antikörper sich gegen genau diese w:Epitope des [[HIV]s richten, mit denen das HIV an die CD4-Rezeptoren der weißen Blutzellen (Lymphozythen, Granulozythen, Makrophagen) andockt. Diese Epitope können sich nicht durch Mutation verändern und dann gleichzeitig intakt bleiben. Somit richten sich die VCR01/VCR02 Antikörper gegen eines der wenigen unveränderlichen Bestandteile des sonst so extrem veränderlichen einstrangigen RNA-Retrovirus HIV.

Mittels dieser VCR01/VCR02 Antikörper läßt sich ein Konzept zur Impfung von HIV-Positiven quasi auf dem Reißbrett entwickeln: Es muß im Labor nur noch eine Substanz gefunden werden, die den Körper dazu anregt, diese zwei VCR01/VCR02 Antikörper zu produzieren. Anschließend muß das ganze noch im Zell-Modell und danach noch im Tiermodell reproduziert werden. Dies kann ein Jahrzehnt intensiver Forschung beanspruchen. Erst dann können klinische Studien starten, die gewöhnlich nochmals ein Jahrzehnt dauern. Somit ist in absehbarer Zeit nicht mit einem derartigen Impfstoff zu rechnen, der in der Lage wäre, das Retrovirus HIV vollständig unschädlich zu machen und AIDS vollständig zu heilen.