Lili Elbe

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Wikipedia-logo.png Lili Elbe ist von allgemeiner Relevanz und wird bei WIKIPEDIA unter dem Titel Lili ElbeW gepflegt.
Daher beschränkt sich der Inhalt des hiesigen Artikels auf eine Kurzbeschreibung bzw. zusätzliche Angaben von LGBT-relevantem Interesse.
 

Lili Elbe (* 28. Dezember 1882 in Vejle, Dänemark [1]; † 12. September 1931 in Dresden, Deutschland) war eine dänische Malerin. Sie war vermutlich einer der ersten intersexuellen Personen, die sich 1930/31 einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog. Lili Elbe ließ sich zuerst in Berlin und dann noch dreimal in Dresden operieren.[2]

Als Studentinnen an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen lernten sich Lili Elbe und Gerda Gottlieb kennen und heirateten 1904. Elbe spezialisierte sich auf Landschafts- und Architekturmalerei, während Gottlieb sich für Illustration und Modegrafik entschied. Um ihren Wirkungskreis zu erweitern, zogen sie 1912 nach Paris, wo zudem Gerda ihre lesbische Orientierung und Lili ihre weibliche Identität freier ausleben konnten.

Etwa 1913 wurde bekannt, dass das Modell für Gerdas modische Figurinen eine trans Frau war. Nur die engsten Freunde wussten, dass Lili Elbe unter dem Namen Einar Wegener geboren wurde; Fremden stellte Gerda Wegener Lili als Schwester ihres Mannes vor. 1930 beschloss Lili Elbe, sich einer vaginoplastischen Operation zu unterziehen. Im Februar 1930 kam sie der Anweisung von Kurt Warnekros nach und begab sich nach Berlin. Die erste Operation fand auf Vermittlung des Instituts für Sexualwissenschaft in einer Praxis in Berlin statt. Danach begab sich Elbe in die Dresdener Frauenklinik. Am 26. Mai 1930 führte Kurt Warnekros eine zweite Operation durch.

Als Folge der geschlechtsangleichenden Operationen wurde die Ehe vom dänischen König annulliert; Elbe erhielt Papiere auf ihren neuen Namen.

Einige Monate nach der vierten Operation 1931 kam es zu Komplikationen, wahrscheinlich auf Grund von Transplantatabstoßung, an denen Lili Elbe verstarb.[3][4] Sie wurde auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof in Dresden-Johannstadt im Feld IIC beigesetzt.

Einzelnachweise

  1. Meyer, Sabine (2015), »Wie Lili zu einem richtigen Mädchen wurde« – Lili Elbe: Zur Konstruktion von Geschlecht und Identität zwischen Medialisierung, Regulierung und Subjektivierung, p. 15, pp. 312–313.
  2. http://www.biography.com/people/lili-elbe-090815
  3. http://www.biography.com/people/lili-elbe-090815
  4. Kritik an dieser Version siehe: Susanne Kailitz: Das Experiment. In: Die Zeit. 12. Januar 2012, abgerufen am 26. Juli 2012.

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